Zwischen Loslassen & Neubeginn – Zwei Meditationen für deinen inneren Wandel mit deinem Pferd
- 27. Juni
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Okt.
Spürst du, dass es Zeit ist für einen neuen Weg mit deinem Pferd? Aber irgendwie fühlst du dich belastet von alten Glaubenssätzen, Gedanken und Mustern, sowie Ängste, die dich innerlich limitieren und zur Stagnation bringen... Doch bevor ein neuer Weg eingeschlagen werden kann, wäre es gut altes, nicht mehr dienliches, loszulassen – sonst wird sich der neue Weg schnell dem alten angleichen. Gerade Pferde spüren innere Themen so gut und antworten auf ihre ganz eigene Weise auf das, was sie in uns wahrnehmen. Deswegen ist es umso wichtiger, tief in sich hinein zu blicken, um sich selbst und sein Wirken besser kennenzulernen.
Genau für diese zwei innerlichen Prozesse habe ich jeweils eine Meditation aufgenommen. Die "Innere Befreiung" hilft dir dabei, innerlich aufzuräumen und Glaubenssätze und Ängste zu verabschieden. In der "Neuausrichtung" wirst du mit deinen inneren Ressourcen in Verbindung gebracht, die dich auf dem neuen Weg mit deinem Pferd unterstützen. Das Schöne ist: Du kannst diese zwei Meditationen immer wieder durchlaufen, sobald du spürst, dass es an der Zeit ist dich innerliche zu Befreien und neu auszurichten.

Disclaimer:
Diese Meditationen sind ausschließlich für Menschen mit einer ausgeglichenen psychischen Gesundheit gedacht. Sie stellen in keiner Weise einen Ersatz für therapeutische Hilfe dar. Wenn psychische Probleme bekannt sind, wende dich bitte an eine/n Arzt/Ärztin oder Therapeut/in.
Text von: Corinna
Meditationen von: Christina
Einleitung
Es gibt Moment im Leben, in denen wir an einer Wegkreuzung stehen, wir das Gefühl haben festzustecken und eine Veränderung herbeiwünschen oder einen neuen Fokus brauchen. Es können Situationen da sein, die uns auf die Probe stellen, die uns herausfordern, aber auch manchmal etwas überfordern. Es kann dann der innere Drang entstehen etwas zu verändern, Dinge anders zu betrachten oder auch innere Themen aufzulösen, die sich in diesen Momenten oder Situationen zeigen. An solchen Zeitpunkten kann es hilfreich sein, in sich hineinzuspüren, zu meditieren und alte Gefühle loszulassen. Wichtig ist dabei, dass eine Meditation kein Patentrezept ist oder eine therapeutische Hilfe, aber für einige vielleicht ein Werkzeug sein kann, um gewisse Dinge anzugehen oder eine Veränderung anzuregen.
In diesem Beitrag durchläufst du zwei Meditationen. In der ersten befasst sich Christina gemeinsam mit dir mit dem Thema “ Innere Befreiung” und in der zweiten mit einer “Neuausrichtung”. Du gehst dabei also zwei Schritte. Zuerst dreht sich das Thema um das Loslassen worauf danach die Vision und Zentrierung folgen. Wenn du die Meditationen machst, dann solltest du diese relativ zeitnah zueinander machen. Im besten Fall am selben Tag, jedoch nicht direkt hintereinander, sondern mit einigen Stunden Abstand dazwischen. Maximal sollten diese aber auf 2 aufeinanderfolgende Tage verteilt werden.
Für einige ist das Thema Meditation vielleicht auch noch ganz neu. Wichtig ist dabei zu wissen: Es gibt nicht die eine Version von „Meditation“. Das kann jeder für sich so definieren, wie es sich gut anfühlt. Für die einen ist Meditation ruhiges Dasitzen, tiefes und gleichmäßiges Atmen. Für andere kann es das Anhören von Entspannungsmusik sein, die einen beruhigt und locker werden lässt. Auch Yoga oder andere Formen der Bewegung können für Menschen einen meditativen Effekt haben, da uns gerade körperliche Bewegung im Hier und Jetzt sein lässt. Wieder andere Menschen greifen auf geführte Meditationen zurück oder empfinden auch handwerkliches Tun, Stricken oder Ähnliches als meditativ. Du siehst also, es ist ein weites Feld und Meditation kann in vielen Situationen stecken.
Da wir einen bestimmten Zweck mit den Meditationen erreichen möchten (das Loslassen und Neuausrichten) geben wir dir jeweils einige Aspekte mit an die Hand, die dich dabei unterstützen können (z.B. Sitzposition, Umfeld, etc.). Denke auch immer daran, Meditationen sind keine Patentlösung für etwas, sondern ein Werkzeug, das du nutzen kannst.
Du lernst hier zwei geführte Meditationen kennen, in denen du komplett hindurchgeleitet wirst. Hab also keine Angst etwas “falsch” zu machen. Ein Falsch gibt es hier nicht. Du kannst diese Meditationen nutzen, wenn du z.B. etwas verändern möchtest oder du das Gefühl hast dich von alten Gedanken oder Verhaltensweisen lösen zu wollen und wieder klarer in deiner Ausrichtung zu werden. Versuche einfach mal dich darauf einzulassen und nimm wahr, was sich so zeigt.
Innere Befreiung
Wir starten mit Meditation Nummer 1, der Inneren Befreiung. Um die Meditation so angenehm wie möglich für dich zu gestalten wären folgende Punkte wichtig:
Suche dir einen ruhigen Platz, an dem du für die kommenden 15-30 Minuten nicht gestört wirst
Am besten machst du die Meditation im Sitzen, mach es dir aber trotzdem gemütlich. Deine Füße sollten Kontakt zum Boden haben. Liegen ist für diese Meditation nicht sinnvoll, da sie uns verleitet einzuschlafen. Für diese Meditation ist aber ein wacher Geist wichtig, da sie eher kraftvoll und energetisierend wirkt.
Solltest du auf einem Stuhl, Sessel oder Sofa sitzen und dich anlehnen, dein Rücken dadurch jedoch in eine Schieflage kommt, nimm dir ein Kissen und gib es dir in den Rücken, sodass du wirklich aufrecht dasitzt. Du solltest dabei aber nicht zusätzlich im Körper unter Spannung kommen, schau dabei für dich wie es sich gut anfühlt, sodass du aufrecht aber trotzdem locker sitzt.
Durch das Ansprechen von Aspekten in deinem Leben, die du loslassen möchtest arbeitet Christina in dieser Meditation mit spannungsvollen Energien und Gefühlen in dir. Daher ist eine einigermaßen aufrechte Haltung wichtig. Du bekommst dann ein besseres Gefühl für die Bodenhaftung und ein mögliches Durchfließen von spannungsvollen Gefühlen.
Die Meditation hat etwa eine Länge von 12 Minuten. Gib dir aber bereits im Vorfeld genug Zeit wirklich anzukommen und bereits einige Male ruhig zu atmen. Du kannst dabei die Augen schließen oder auch geöffnet lassen, je nachdem was sich für dich gut anfühlt.
Wenn du während der Meditation merkst, dass du dich nicht gut darauf konzentrieren kannst oder ständig andere Gedanken kommen, die nichts mit der Thematik zu tun haben („Ich muss noch den Abwasch machen“), nimm diese Gedanken einfach nur wahr und verurteile sie nicht. Sie sind einfach nur da. Wenn du bemerkst, dass sie da sind, bewege deine Aufmerksamkeit zurück zur Meditation.
Es kann auch vorkommen, dass du dich zu dem gewählten Zeitpunkt kaum auf die Meditation einlassen kannst sondern stetig abschweifst. Auch das ist nicht schlimm, probiere es einfach zu einem anderen Zeitpunkt erneut. Jeder Moment ist anders.
Nimm dir zudem nach der Meditation genug Zeit für dich, diese wirken zu lassen und aufkommende Gefühle einordnen zu können.
Es kann auch helfen Gefühle und Gedanken, die sich bei dir zeigen, aufzuschreiben. Vielleicht hast du auch eher das Bedürfnis nur darüber nachzudenken, auch das ist vollkommen in Ordnung. Tue das, was sich für dich in dem Moment gut anfühlt.

Neuausrichtung
Es geht nun mit dem zweiten Schritt weiter: der Neuausrichtung.
Du hast bei der ersten Meditation einige Erfahrung sammeln können und kannst daher vielleicht etwas besser einschätzen, wie es für dich am besten funktioniert. Aber auch wenn dem nicht so ist, sei sanft zu dir, alles ist ok. Suche dir für die Meditation zur Neuausrichtung jetzt ebenfalls einen ruhigen Platz, an dem du für die kommenden 15-30 Minuten nicht gestört wirst.
Bei dieser Meditation kannst du es dir etwas gemütlicher machen. Mache sie im besten Fall trotzdem im Sitzen. Du kannst dir aber diesmal ein Meditationskissen zur Hand nehmen, falls du eines besitzt oder dich normal in deinem Stuhl oder Sessel anlehnen. Da es um das Thema Neuausrichtung geht, kann allerdings eine aufrechte klare, aber bequeme Haltung trotzdem von Vorteil sein.
Dieses Mal arbeitet Christina mit dir nicht mit spannungsvollen Energien, sondern vielmehr mit Visionen und freudigen Ausblicken.
Die Meditation hat etwa eine Länge von 17 Minuten. Gib dir aber auch hier im Vorfeld etwas Zeit wirklich anzukommen und bereits einige Male ruhig zu atmen. Du kannst dabei entweder wieder die Augen schließen oder auch geöffnet lassen, je nachdem was sich für dich eben gut anfühlt.
Auch hier gilt wieder: wenn du während der Meditation merkst, dass du dich nicht gut darauf konzentrieren kannst oder ständig andere Gedanken kommen, die nichts mit der Thematik zu tun haben („Was koche ich heute?“), nimm diese Gedanken einfach nur wahr und verurteile sie nicht. Sie sind einfach nur da. Wenn du bemerkst, dass sie da sind, bewege deine Aufmerksamkeit zurück zur Meditation.
Nimm dir zudem nach der Meditation genug Zeit für dich, diese wirken zu lassen und aufkommende Gefühle einordnen zu können.
Es kann auch helfen Gefühle und Gedanken, die sich bei dir zeigen, aufzuschreiben. Vielleicht hast du eher das Bedürfnis nur darüber nachzudenken, auch das ist vollkommen in Ordnung. Tue das, was sich für dich in dem Moment gut anfühlt.

Abschluss
Nachdem du nun beide Meditationen abgeschlossen hast kann eine Form der Selbstreflexion hilfreich sein. Du kannst entweder Gedanken dazu aufschreiben, nur darüber nachdenken oder auch erst einmal das Ganze setzen lassen und später nachspüren. Alles ist hier richtig, es gibt kein Falsch. Jeder Mensch braucht etwas anderes und geht anders an Dinge heran.
Wenn du möchtest, kannst du dir folgende Fragen stellen:
Wie haben sich die Meditationen für dich angefühlt?
Hast du währenddessen Widerstände in dir gespürt oder konntest du dich auf die Meditation einlassen?
Hast du das Gefühl, dass sich etwas gedanklich oder vom Gefühl verändert hat?
Gib dir nun wirklich Zeit alles wirken zu lassen und hinzuspüren. Sollte mit der Zeit erneut eine Sackgasse auftauchen oder du an einer Wegkreuzung stehen, kannst du die Meditationen erneut nutzen. Sie stellen ein Werkzeug für dich dar, Spannungen loszulassen und dich wieder neu auszurichten. Es ist wichtig zu wissen, dass es hierbei nicht darum geht, dass sich auf einmal alle Widrigkeiten oder andere Aspekte in Luft auflösen. Vielmehr geht es darum, dem eigenen System einen Anstoß zu geben, den Blickwinkel verändern zu können, oder auch einen Prozess in Gang zu bringen. Dann können die Meditationen für dich der erste Schritt sein, um zu sagen, ich möchte das jetzt angehen und mich dafür innerlich zentrieren. Für jeden ist das etwas anderes, wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt oder eine bestimmte Erwartung hast. Reflektiere und lasse einfach zu was da ist.




Kommentare